Modisch schwanger sein

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Noch zu Zeiten unserer Mütter und Großmütter war es undenkbar, selbstbewusst den Babybauch vor sich her zu tragen, ihn betont auch noch aller Welt zu zeigen und damit zu sagen: „Schaut her – ich bin schwanger! Die Welt hat bald ein Menschlein mehr.“ Die Schwangerschaft wurde der Öffentlichkeit so lang es möglich war verheimlicht. Sie wurde verschwiegen wie eine Krankheit und war ein schlimmer Makel, wenn sie obendrein unehelich war.
Schwangerschaftsmode? Undenkbar!

Umstandskleidung hat es zwar immer gegeben, allerdings war diese noch nach ganz anderen Gesichtspunkten konzipiert als heute. Bequem sollte sie sein und vor allem aber dabei helfen, die Schwangerschaft schamhaft zu verbergen. Selbst im Sprachgebrauch wurde die Schwangerschaft nicht als das bezeichnet, was sie war. Man sprach gern von „anderen Umständen“ oder „froher Erwartung“. Die „Mode“ dieser Zeit war wie ihr Ruf – umständlich! Und nach der Geburt? Umstandshalber abzugeben!

Mode mit Stil

Die Zeiten sind Gott sei Dank längst vorbei! Die werdende Mama von heute darf selbstbewusst ihre Vorfreude zeigen und zu Recht stolz auf ihren Zustand sein. Die Schwangerschaftsmode von heute verbirgt nicht mehr. Ganz im Gegenteil: Frau zeigt was frau hat! Breite Bänder und Schärpen modisch um Bauch und Hüften drapiert, erinnern an ethnische Kleidungsstücke und an einen natürlichen Umgang mit dem Kinderkriegen. Bequemlichkeit ist auch in der modernen Schwangerschaftskleidung ein wichtiger Aspekt, allerdings ist das die einzige Übereinstimmung mit den sackartigen Umstandskleidern und Hosen von einst.

Modisch schwanger seinDas Bauch- oder Hüftband betont den wachsenden Bauch, wie zu sehen auch mit modischen Farben und Mustern. Passend zum Rest der Kleidung kann es mal auffällig mal dezenter sein. Bis der Mutterschutz beginnt, kann es natürlich auch bei der Arbeit getragen werden. Im Büro ebenso gut wie hinter der Ladentheke oder auf dem Bauernhof. Wer glaubt, das Bauchband sei nur etwas für Frauen mit einem Hang zu alternativen Kleidung, der irrt: Ganz gleich, welchen Kleidungstil man bevorzugt. Selbst unter einem seriösen Jacket macht sich ein unifarbenes Bauchband passend zu Hose und Bluse sehr gut.

Mütter von heute packen sich nicht mehr in Watte. Sie wissen, dass Schwangerschaft keine Krankheit ist und kein Zustand, den man verbergen sollte. Sie haben ihren eigenen Stil und zeigen ihn auch. Auch und gerade in der Schwangerschaft! Natürlich schonen Sie sich und nehmen Rücksicht auf ihren sich verändernden Körper und erwarten dies auch selbstverständlich von ihrer Umwelt. Rücksicht und Weitsicht erwarten sie zu recht auch von der Mode. Mitwachsen soll sie und der Schwangerschaft gerecht werden.

Neben dem modischen Aspekt hat die Schärpe daher auch stützende Wirkung:

Es ist elastisch und schnürt nicht ein. Gynäkologen bestätigen seine positive Wirkung auf Bänder und Bindegewebe.Viel besser als mit einem weiten Kleid, einem Umhang oder selbst der Schwangerschaftshose macht das Band jede Bewegung spielend mit. Nichts schlabbert beim Bücken störend vor dem Gesicht und dem Körper herum. Aus diesem Grunde kann ein solches breites Band immer und überall selbst bei der Schwangerschaftsgymnastik getragen werden.

Manche Bauchbänder sind obendrein so konzipiert, dass sie nach der Geburt als Babytragetücher weiter Verwendung finden können. So kann das Menschlein vor und nach seiner Geburt im selben Tuch getragen werden – auch vom stolzen Papa.

Die Umstandsleidung von heute garantiert neun Monate lang (und gerne darüber hinaus) modernen Schick mit Stil für selbstbewusste Mamas. Schöner kann Kinderkriegen nicht sein!

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